Fahrradtouren zur Hoesch-Geschichte, Stadtrundgänge, interaktive Ausstellungen, kreative Workshops und mehr
Internationaler Museumstag: Am Sonntag mit abwechslungsreichen Angeboten Museen entdecken
Der Internationale Museumstag steht an und ist eine gute Gelegenheit für einen Abstecher in Ausstellungen, Führungen und Workshops: Am Sonntag, 17. Mai, laden deutschlandweit über 7.100 Museen dazu ein, Museen zu entdecken. Von kreativen Mitmach-Aktionen über akustische Highlights bis zu spannenden Einblicken hinter die Kulissen ist alles dabei.
An vielen Museen in Dortmund erwartet Besuchende ein ermäßigter oder sogar freier Eintritt – dazu einmalige Aktionen. Es gibt jedoch auch Veranstaltungen und Programme, die eine Anmeldung oder ein Ticket erfordern.
Fahrradtour: Auf den Spuren von Stahl und Eisen
Um 11 Uhr startet am Hoesch-Museum (Eberhardstraße 12, 44145 Dortmund) eine geführte Fahrradtour. Sie führt exklusiv über das Gelände der ehemaligen Westfalenhütte, heute aktiver Standort von thyssenkrupp Steel. Als nächstes geht es zum PHOENX See und zuletzt über das PHOENIX-West-Gelände wieder zurück zum Hoesch-Museum. Die 30 km lange Tour geht, inklusive Pause, vier bis fünf Stunden. Benötigt sind verkehrstaugliche Fahrräder, Fahrradhelme und Sicherheit im Straßenverkehr. Die Fahrradtour unter der Leitung von Werner Schiefelbein kostet 10 Euro pro Person. Bei Interesse bis Freitagmittag unter Tel. 0231 8625917 oder
Führungen im Hoesch-Museum
Auch zu Fuß sind einige Ausstellungen im Hoesch-Museum (Eberhardstraße 12, 44145 Dortmund) zu besuchen. Von 14 bis 15 Uhr laufen kostenfreie, öffentliche Führungen durch alle Dauerausstellungen.
Museum Ostwall: Müll aus einem anderen Blickwinkel betrachten
Das Museum Ostwall im Dortmunder U (Leonie-Reygers-Terrasse 2 44137 Dortmund) bietet von 13:30 bis 15 Uhr eine Führung auf Ebene sechs an. Es geht dabei um das inzwischen globale Problem: Müll. Künstler*innen setzen sich seit den 1960er Jahren kritisch mit dem auseinander, was die Gesellschaft für nicht mehr verwertbar hält. In der Ausstellung können Besuchende rund 50 internationale Kunstwerke des 20. und 21. Jahrhunderts betrachten. Dazu zeigt der Filmemacher Adolf Winkelmann verschiedene Filme zum Thema. Die Führung ist mit Eintrittskarte (9 Euro/ermäßigt 5 Euro) kostenfrei.
Workshop zur Ausstellung Müll
Inspiriert durch die Ausstellung Müll, bietet das Museum Ostwall im Dortmunder U von 13 bis 18 Uhr einen offenen, kostenfreien Workshop auf der gleichen Ebene (sechs) an. Er bezieht sich speziell auf die große Installation aus Elektroschrott und Kabeln von Krištof Kintera. Besuchende gestalten Blumen und Pilze aus Draht und Seidenstrümpfen. So entstehen aus alten Materialien neue Fantasiewelten.
Architektur zum Falten
Ebenfalls im Museum Ostwall auf Ebene 4 läuft von 13 bis 18 Uhr ein offener Workshop für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Inspiriert von Ina Webers skulpturalen Minigolfbahnen, in denen Beton, Raum und Bauformen spielerisch neu gedacht werden, können die Teilnehmenden in diesem Workshop geometrische Formen falten, schichten und zu eigenen architektonischen Modellen zusammensetzen. Zwischen Miniaturbauten, Licht und Transparenz wird Architektur im Kleinen erfahrbar. Besuchende gestalten ihre eigene Papierarchitektur und können sie als leichtes, räumliches Souvenir mit nach Hause nehmen. Der gesamte Workshop ist kostenfrei.
„Human Footprint“ im Naturmuseum: Von oben auf die Erde blicken
Von 10 bis 18 Uhr ist im Naturmuseum Dortmund (Münsterstraße 271, 44145) die neue Sonderausstellung „Human Footprint: Menschliches Handeln im Satellitenbild“ kostenlos zu sehen. Das Museum lädt außerdem zu drei Führungen ein: Um 11, 12 und 13 Uhr. Gezeigt werden verschiedene Orte der Erde im Satellitenbild – von bekannten Schauplätzen wie New York oder Venedig zur weltgrößten Diamantenmine bis zur Arktis. Dabei wird nicht der Mensch selbst sichtbar, sondern das Ergebnis seines Eingreifens auf der Erde. Die Ausstellung macht künstlerisch und kreativ darauf aufmerksam, wie wichtig ein sorgsamer Umgang mit unserem Lebensraum ist.
Wie wurde Dortmund zur Biermetropole? Industriekultur hautnah
Auch das Brauerei-Museum (Steigerstraße 16, 44145 Dortmund) ist beim Museumstag dabei. Besuchende werden von 15 bis 16:30 Uhr zu einer kostenfreien, 90-minütigen Führung eingeladen. Eintauchen in die Welt der Braukunst – so beschreibt das Museum die Führung. Es gibt dabei Einblicke sowohl in die Vergangenheit als auch in den kreativen Prozess des Brauens. Besuchende erleben die Blütezeit der Dortmunder Bierstadt seit den 1950er Jahren. Das Museum hält einige Überraschungen bereit. Die Führung bietet also nicht nur eine Möglichkeit, Dortmund näher kennenzulernen, sondern schenkt den Besuchenden auch ein besonderes Erlebnis im Ruhrgebiet.
Spuren des Holocausts entdecken
Von 14:30 bis 16 Uhr lädt das Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK) zu einem öffentlichen Stadtrundgang über den Holocaust ein. Er startet vor dem Museum (Hansastraße 3, 44137 Dortmund) und ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Aufgesucht werden Orte in der City, die einen Bezug zur antisemitischen Verfolgung in den 1930er Jahren sowie zum Holocaust haben – Orte, die häufig unauffällig erscheinen oder sogar schon gänzlich verschwunden sind. Die Besuchenden erfahren viel über Biografien, Verfolgungswege und gesellschaftliche Zusammenhänge.
Stadtspaziergang: Führung auf dem Südwestfriedhof
Ebenfalls vom Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK) wird von 14 bis 15:30 Uhr ein geführter Stadtspaziergang über den Südwestfriedhof angeboten. Es geht los am Eingang des Friedhofs (Große Heimstraße 119, 44139 Dortmund). Besuchende sehen zahlreiche Gräber bekannter Dortmunder Persönlichkeiten. So zum Beispiel das Grab des Dadaisten Richard Huelsenbeck, das Mausoleum der Unternehmerfamilie Cremer oder das 2013 umgebettete Grab von BVB-Vereinsgründer Franz Jacobi und seiner Frau. Die Tickets müssen vorab im MKK gekauft werden: 8,90 Euro pro Person, ermäßigt 4,50 Euro pro Person.
So wichtig ist der Museumstag
Der
Museen übernehmen Verantwortung für unser Kulturgut und fördern weltweit Verständigung, Toleranz und Vielfalt. Sie schaffen mit ihren innovativen Bildungsprogrammen und vielfältigen Sammlungen einen Raum für gesellschaftliche Diskurse und Zukunftsaussichten.
Anhänge
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Ausstellung "Human Foodprint" im Naturmuseum: Spurensuche von oben in beeindruckenden Bildern. , 915 KB , JPEG Quelle: eoVision/DigitalGlobe 2012, distributed by e-GEOS -
Blick in die Ausstellung "Müll" im Museum Ostwall im Dortmunder U. , 301 KB , JPEG Quelle: Roland Baege